Als anerkannter Betreuungsverein verfolgt der BTV zwei wesentliche Ziele,
die in der Vereinssatzung festgelegt sind:



Die Arbeit des BTV

Die Aufgaben:



I. Die ehrenamtliche Betreuung

Wie geht es eigentlich Frau M.?
Sie kann nicht mehr aus dem Haus, seit sie im Rollstuhl sitzt.
Ein Schlaganfall.
Aber die Nachbarin kümmert sich um sie.

Allerdings ist die Nachbarin berufstätig und kann sie nicht rund um die Uhr versorgen.
Wie geht es weiter?
Frau M. muss Anträge stellen, um Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen.
Dazu ist sie nicht mehr in der Lage.

Die Voraussetzungen zur Errichtung einer gesetzlichen Betreuung
Die Betreuung wird vom Vormundschaftsgericht für Erwachsene angeordnet, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer geistigen, seelischen oder körperlichen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln können.

Wer ist als ehrenamtlicher Betreuer geeignet?
Als Betreuer kann jeder Erwachsene bestellt werden, der zu der Übernahme dieses Ehrenamtes bereit ist. Besondere Fachkenntnisse sind dafür nicht notwendig. Es werden aber Menschen gesucht, die über Lebenserfahrung verfügen, couragiert und verantwortungsbewusst sind und sich für die Belange von hilfsbedürftigen Mitmenschen aktiv einsetzen wollen. Besonders wichtig ist es etwas Zeit für die persönliche Betreuung mitzubringen.

Welche Aufgaben sind zu erfüllen?
Die Aufgabenbereiche werden vom Vormundschaftsgericht festgelegt. Sie richten sich nach dem konkreten Bedarf des Betroffenen.

Der Betreuer hat innerhalb der festgelegten Aufgabenkreise für das Wohl des Betreuten zu sorgen. Er vertritt die Interessen und Bedürfnisse des Betreuten da, wo dieser seine Angelegenheiten nicht mehr selber regeln kann.. Die rechtliche Vertretung beinhaltet nicht dem Betreuten den Haushalt zu führen oder ihn zu pflegen. Die Hilfe eines Betreuers kann darin bestehen, den Hilfsbedürftigen zu einem Arztbesuch und zu Behördengängen zu begleiten oder ihn beim Ausfüllen von Formularen zu unterstützen.

Die Angebote des BTV
Der BTV bereitet ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer auf diese verantwortungsvolle Tätigkeit vor, indem er sie in ihre Arbeit einführt und bei Bedarf berät und begleitet. Die individuelle Einzelberatung spielt dabei eine große Rolle. Hier werden im geschützten Rahmen die Probleme, die sich in der Betreuungsführung ergeben, besprochen und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Unser Angebot umfasst:

Dieses Angebot ermöglicht es sich grundlegende Kenntnisse im Betreuungsrecht anzueignen und dieses Wissen im Bedarfsfall bei der Vertretung der betreuten Person einzusetzen.

Wer kommt für die Auslagen auf?
Wer eine ehrenamtliche Betreuung führt, erhält die notwendigen Auslagen wie Telefongebühren, Porto oder Fahrgeld pauschal in Höhe von 312 € pro Jahr aus der Staatskasse oder aus dem Vermögen des Betreuten vergütet. Außerdem ist in Bayern jeder Betreuer haftpflicht- und unfallversichert.

Wenn Sie Interesse an der Übernahme einer gesetzlichen Betreuung haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf oder besuchen Sie uns. Wir geben Ihnen gern weitere Auskünfte.



II. Betreuungsführung durch die Vereinsbetreuerinnen

Im Rahmen eines Gerichtsverfahrens wird vom zuständigen Vormundschaftsgericht überprüft, für welche Aufgabenkreise ein Betreuer benötigt wird und welche Person als gesetzlicher Vertreter geeignet ist. Vereinsbetreuerinnen werden in der Regel dann ausgewählt, wenn die Betroffenen unter einer schwerwiegenden Erkrankung leiden, keine Angehörigen haben, die die gesetzliche Betreuung übernehmen können oder die Betreuungsführung die besonderen Kenntnisse einer Fachkraft notwendig macht.

Innerhalb der vom Vormundschaftsgericht festgelegten Aufgabenkreise organisieren die Mitarbeiterinnen notwendige Hilfen und unterstützen die Betroffenen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte. Ziel ist es, eine möglichst selbständige Lebensführung und Rehabilitation der Betroffenen zu erreichen.

Zusätzlich zu den geführten Betreuungen müssen die übertragenen Verfahrenspflegschaften meist in kürzester Zeit bewältigt werden, damit sich bei akutem Betreuungsbedarf das Verfahren im Interesse des Betroffenen nicht verzögert.



III. Vorsorge treffen

Selbstbewusst die Zukunft gestalten
Wir alle können einmal aus Gesundheitsgründen auf die Fürsorge anderer angewiesen sein oder im Alter in eine Lage kommen, in der wir für uns selbst keine Entscheidungen mehr treffen können. In vielen Fällen kann auch Ihre Familie nicht mehr für Sie entscheiden. Ehegatten, Eltern und Kinder brauchen Ihre schriftliche Willenserklärung, um für Sie handeln zu können. Sie können schon heute Ihre Wünsche für spätere Lebensentscheidungen mitbestimmen und in einer Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung oder Patientenverfügung festhalten.

Was ist eine Vorsorgevollmacht?
In einer Vorsorgevollmacht übertragen Sie einer Person Ihres Vertrauens das Recht sich um Ihre Angelegenheiten zu kümmern, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind.

Die Vorsorgevollmacht ist nur dann rechtswirksam, wenn Sie zum Zeitpunkt der Erteilung geschäftsfähig sind.

Sie können dann die Entscheidungskompetenz in allen Lebensbereichen auf den Bevollmächtigten übertragen. Die Vollmacht kann folgende Bereiche umfassen: Vermögensangelegenheiten, Gesundheitsbereich, Auswahl eines Alten- und Pflegeheimes, Regelung von Wohnungsangelegenheiten, Vertragsabschlüsse, Vertretung gegenüber Behörden etc.

Die Vorsorgevollmacht kann jederzeit von Ihnen widerrufen und geändert und sollte regelmäßig aktualisiert werden. Betrifft die Vollmacht Vermögen und Grundbesitz, sollten Sie sie notariell beurkunden lassen.

Da jede Vollmacht nur im Original gültig ist, kommt der Aufbewahrung eine große Bedeutung zu.

Was sind die Vorteile?

Was sind die Nachteile?

Was ist eine Betreuungsverfügung?
Die Betreuungsverfügung richtet sich an das Vormundschaftsgericht. Nach Prüfung des Einzelfalls setzt das Vormundschaftsgericht einen gesetzlichen Vertreter für Aufgabenbereiche eine, in denen der Betroffene Hilfe braucht und eine rechtliche Vertretung erforderlich ist. Der Betreuer vertritt den Betreuten gerichtlich und außergerichtlich in den vom Vormundschaftsgericht festgelegten Aufgabenbereichen wie z.B.

In einer Betreuungsverfügung legen Sie fest, wer im Falle Ihrer Hilflosigkeit vom Gericht als Ihr Betreuer bestellt oder auf keinen Fall für Sie bestellt werden soll. Dieser Wunsch ist in der Regel bindend. Ebenso enthält der Verfügung Ihre Wünsche hinsichtlich Lebensstil, Vermögensverwaltung und ärztlicher Maßnahmen.

Die Betreuungsverfügung gilt auch dann, wenn Sie zum Zeitpunkt Ihrer Willenserklärung nicht geschäftsfähig waren. Der Inhalt muss jedoch sinnvoll sein und Ihrem Wohl nicht zuwider laufen.

Der gerichtlich bestellte Betreuer ist an die gesetzlichen Vorschriften bei der Betreuungsführung gebunden und wird durch das Vormundschaftsgericht kontrolliert.

Was sind die Vorteile?

Was sind die Nachteile?

Was ist eine Patientenverfügung?
In einer Patientenverfügung dokumentieren Sie Ihre Vorstellungen und Wünsche für den Fall, dass Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, in eine medizinische Behandlung und Pflege einzuwilligen.

Sie legen darin gegenüber den behandelnden Ärzten fest, welche Behandlungsmaßnahmen Sie wünschen bzw. welche Maßnahmen Sie nicht wollen. So erhalten die Ärzte von Ihrem Willen und Ihren Wertvorstellungen Kenntnis, auch wenn Sie krankheitsbedingt nicht befragt werden und Ihr Einverständnis geben können.

Eine Patientenverfügung ist schriftlich abzufassen, regelmäßig zu aktualisieren und kann jederzeit von Ihnen geändert oder widerrufen werden. Auch ist es sinnvoll die Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung zu kombinieren, damit Sie bei Einwilligungsunfähigkeit durch Ihren Bevollmächtigten oder Ihren Betreuer vertreten werden können.



Weitere Betreuungsinformationen im WEB unter:

SOZIAL.DE

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